Best Practices für die Tele-Reha

Neuigkeiten | 17 August 2020

Die finnische Handklinik Käsikeskus Avosektori begann im März damit, Ihren KundInnen Tele-Reha anzubieten.

Physiotherapeutin Minna Nauha wurde gebeten, möglichste klare Anweisungen für die Therapiesitzung per Video zu entwickeln.

"Ja, der Zeitplan war straff. Aber es war klar, dass wir die Reha unserer KundInnen irgendwie weiterführen mussten. Schliesslich macht z.B. post-operative Reha 6 Monate nach dem Eingriff wenig Sinn," sagt Minna.

Nach stundenlanger Recherche entschied Minna sich für die Videosoftware Zoom als Plattform für das Teleangebot. Ausserdem nahm Käsikeskus Avosektori Physiotools Remote Trainer in Gebrauch, um das Zeigen der Übungsausführung für Therapeuten und Patienten möglichst einfach zu gestalten. Mit beiden Entscheidungen ist man in der Handklinik weiterhin zufrieden. 

"Zoom ist bequem und leicht zu handhaben; Remote Trainer wiederum erleichtert die Interaktion mit den Patienten. Anfangs hatten wir die Physiotools Übungsvideos einfach über unseren geteilten Bildschirm gezeigt, aber das war in vielerlei Hinsicht nicht ganz koscher. Es ist viel leichter, den Patienten bei der Übungsausführung zu beobachten und anzuleiten, wenn das Übungsvideo per Remote Trainer abgespielt wird, und die Patienten können Videos und Therapeuten gleichzeitig sehen”, so Minna.

Tele-Reha hat dabei geholfen, besser durch die Krise zu kommen, denn nicht wenige Patienten haben ihre begleitendeTherapie auch unterbrochen. Praktikable Arten des Umgangs zwischen Therapeuten und Patienten haben sich langsam durch Trial&Error herauskristallisiert. "Wir leiten unsere Kunden üblicherweise stark manuell an. Nun kam es darauf an, die Anleitung in Worte zu fassen, die für den Patienten möglichst leicht verständlich waren. Zum Glück ist es mithilfe der Videos leichter, die Patienten auf die Stellen hinzuweisen, die sie bei der Übungsausführung besonders spüren oder auf die sie besonders achten sollen."

Als praktisch hat sich nach Minnas Meinung das Versenden von klaren Anweisungen per E-Mail und im voraus erwiesen. So stellt sie sicher, dass z.B. die während der Sitzung benötigten Geräte u.ä. bereitstehen und der Kunde lieber einen PC als ein Mobiltelefon nutzt, um die Übungsvideos besser sehen zu können.

Die Kunden haben das Angebot sehr unterschiedlich aufgenommen. Einige sind mit der Idee überhaupt nicht warm geworden, während andere glücklich über die Tatsache waren, dass sie zuhause bleiben und trotzdem ihre Therapie weiterführen konnten. V.a. für Kunden, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, war dies ein klarer Vorteil. Eine überraschende Erkenntnis war, dass die Nutzung der Telelösung auch für solche Kunden machbar war, die im Umgang mit Informationstechnologie keine weiteren Vorkenntnisse hatten.  

Minna glaubt, dass Tele-Reha ein Teil des Therapieangebots in der Handklinik bleiben wird. Die Kundschaft kommt teils über weite Entfernungen, und in diesen Fällen ist Remote eine sehr gute Option, den Therapiefortschritt zwischendurch zu beurteilen. “Die Telereha hat auch bei unseren Kunden zu guten Therapieergebnissen geführt, denn schlussendlich kommt es am meisten auf das unabhängige Training an", sagt Minna.  

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